Beim Verlegen von dünnem Feldfernkabel kam es sehr häufig zu Aufschürfungen an den Handinnenflächen, sowie auch zu schwerwiegenderen Schnittverletzungen.

Was nutzen die Fernmelder als Schutz? Den sogenannten Kabelhandschuh!

Kabelhanschuhe der Wehrmacht

Kabelhandschuh der Wehrmacht mit Hersteller

 

Wenn man sich nun vorstellt, dass ein Fernmeldesoldat beim Verlegen von Kabel (im Soldatenjargon wurden sie "Strippenzieher" genannt) viele Kilometer zurücklegen und dabei das Kabel gewissenhaft von der Kabeltrommel des vor ihm laufenden Soldaten ziehen und verlegen muss, kann man sich dies auch nur zu gut vorstellen.

Um diesen Verletzungen vorzubeugen, gab es die sogenannten Kabelhandschuhe.

Bisher ist keine genaue Modellbezeichnung bekannt. Man weiß jedoch, dass es zwei Varianten der Kabelhandschuhe gab. Die erste Variante gleicht fast 1:1 einem handelsüblichen "Fäustlingshandschuh" und die zweite Variante war ein einfacher Handschutz, der um die Hand geschnallt werden konnte.

Beide Varianten waren aus Leder gefertigt. Über Ersatzmaterialien bei diesen Kabelhandschuhen ist bisher leider nichts bekannt, da diese sehr selten sind.

In der Regel waren Kabelhandschuhe mit einem Herstellerstempel, dem Produktionsjahr, sowie mit einer Wehrmachtabnahme versehen.

Hersteller und WaA Abnahme auf einem Kabelhandschuh der Wehrmacht
Hersteller und WaA Abnahme auf einem Kabelhandschuh der Wehrmacht. Der Herstellercode ist hier "ghv", Produktionsjahr 1941.

 

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